Geschreibsel Neuigkeiten

Von Musen und Monstern – Neue Veröffentlichung

Lange scheint es mir, gab es nichts Neues von mir zu lesen. Das liegt zum großen Teil daran, dass ich dieses Jahr meine Dissertation fertig geschrieben habe, sie verteidigt habe und mich mitten in der Korrektur befinde, damit dann auch in relativer Bälde meine Doktorarbeit erscheinen kann. Ein nicht weniger großer Teil findet sich in der aktuellen Situation. Lockdowns, vier Kinder, neuer Job, immer noch angespannte Situation. Keine Zeit für Musen, oder … ?

Umso mehr freue ich mich, dass passend zu Halloween Ende Oktober die neue Anthologie der Autor*innengruppe Nikas Erben erschienen ist: Compendium Obscuritatis – Von Musen und Monstern. Eine Anthologie voller neuer Phantasiegestalten, sie ihr garantiert noch nicht kennt. Mysteriös und gruselig, fantastisch und mit neuen Perspektiven sind die Geschichten geworden, die sich auf den 285 Seiten der Druckausgabe. Das Cover und die großartigen Illustrationen zu den Geschichten stammen von Esther Wagner.

Cover der Anthologie "Compendium Obscuritatis". Schwarz gehalten mit Ausschnitten verschiedener Illustrationen aus dem Buch.
Compendium Obscuritatis – Von Musen und Monstern

Nikas Erben

Nikas Erben ist eine Autor*innenkollektiv, das sich nach der Autorin Nika Sachs benannt hat, die einst die Anthologie Sehnsuchtsfluchten mit vielen der heute noch mitschreibenden Autor*innen herausgegeben hat. Ich war damals noch nicht dabei. Als die Gruppe an einer Anthologie zum Thema „Happy Ends“ arbeitete, wurde ich gefragt, ob ich mitmachen darf. Entstanden ist damals meine Kurzgeschichte Auf halber Strecke für die Anthologie Herzgezeiten, aus der ich immer noch liebend gerne lese. Vielleicht schenke ich Sarah und Milan irgendwann eine Fortsetzung, denn die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Für Compendium Obscuritatis bin ich ganz andere Wege gegangen. Zwei kurze Geschichten sind entstanden, die ganz unterschiedlich sind und doch irgendwie viel gemeinsam haben. Inspirii ist eine Geschichte über Musen, über Inspiration und Hunger. Gedankensammler dagegen behandelt die Themen Erinnerung und Vergessen. Ich wollte für beide Geschichten etwas sehr Nahbares schaffen, das nicht von außen auf fremde, unheimliche Kreaturen blickt, die ihrer eigenen Logik folgen. Beide Geschichten sind Urban Fantasy im wahrsten Sinne des Wortes. Keine phantastische Gegenwelt, keine plötzlich erscheinende Magie, sondern das Magische, das und – zumindest in diesen Geschichten – ständig umgibt, das wir aber nicht erkennen können.

Viele der anderen Geschichten sind ebenfalls Urban Fantasy, einige reichen ins Genre Horror, andere sind hoffnungsvoll und magisch. Eine wunderschöne vielfältige Sammlung an Grusel und Möglichkeiten, aus Angst und Zuversicht. Diese neuen Phantasiegestalten zeigen, wie vielfältig und nah sich diese Gefühle. Sie zeigen, dass das Unbekannte großartig sein kann und das Bekannte furchtbar. Es sind kleine Happen, die aus literarischer Sicht sehr gehaltvoll sind. Gönnt sie euch!

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