Goodies, Autoren und #bbans

Dieses Jahr war meine erste Buchmesse als Romanautorin. Ich hatte keinen Stand, bei dem ich hätte sein können, denn Kleinverlage, wie die, bei denen Zeitlose und Ellas Schmetterlinge untergekommen sind, können die hohen Standgebühre oft nicht aufbringen. Außerdem war ich auch als Buchbloggerin unterwegs. Auf dem Buchblog steht bereits ein Beitrag zu den Vorfällen am Messesamstag und wie ich mit der Inszenierung des rechten Spektrums dort umgehe. Kein Messebericht dieses Jahr sollte ohne einen Hinweis darauf auskommen (meine Meinung), denn unsere Bücherwelt steht im Fokus. Gerade Autoren und Buchblogger sollten ihre Klappe aufmachen (kleiner Tipp: es gibt dafür einen Hashtag #bbans – Buchblogger und Autoren nehmen Stellung). Ja, diese Messer hat uns erschüttert, aber sie hat uns auch zusammengebracht.

Meine Messe als Autorin

Mein erster Termin auf der Messe war tatsächlich ein Interview mit mir. Meine liebe Kollegin Nike Leonhard und ich wurden zum Nornennetz vor die Kamera geholt. Es ging vor allem darum, warum es das Nornennetz gibt und was es ist, weniger darum, was wir machen, was ich persönlich schade fand. Wer gerne mehr wissen will, ist herzlich auf den Nornenblog und zu unserem Newsletter eingeladen. Im Ganzen fand ich es seht toll, etwas zum Thema Fantastik und Literatur sagen zu können. Ich kringel mich noch immer etwas über die Frage, was „schwerer“ zu schreiben ist, Krimis oder Fantasy.

 

Während ich von meinen Bloggerterminen nach und nach auf dem Buchblog berichte, konnte ich auch viele Autoren und Autorinnen (wieder)treffen. Einige habe ich das erste Mal persönlich getroffen, mit anderen war es ein fröhliches Wiedersehen. Beispielsweise mit Andreas Hagemann, den ich an der SP-Bühne getroffen habe. Am gleichen Ort hat er mir vor einem Jahr den Flyer der BartBroAuthors gegeben – mein Bewerbungsfoto kam damals noch auf der Heimfahrt. Auch das bewirkt die Frankfurter Buchmesser: In Erinnerungen schwelgen.

Mit dabei hatte ich ein paar Goodies zu meinen Büchern. Postkarten mit Engelchen bzw. Samenbomben. Die kamen teilweise so gut an, dass gegen Ende der Messe meine Engel ausgingen – dafür begleiteten sie einige Autoren und Blogger durch das Gewimmel und vielleicht habe sie ja gut auf euch aufgepasst. Die kleinen Anhänger werde ich auf jeden Fall wieder besorgen – für das nächste Mal.

 

Am Samstag war ich vor allem als Begleitung für Elenor Avelle unterwegs. Es war ihre erste Buchmesse und wenn ich daran denke, wie planlos ich bei meinem ersten Mal durch die Hallen gelaufen bin, stand es außer Frage, Elenor zu begleiten. Wir freuten uns bekannte Gesichter zu sehen, Bücher unserer Kolleginnen in den Ständen zu entdecken und schließlich beim Nornentreffen auf unsere Kolleginnen zu treffen. Wir hatten Spaß und schlossen neue Bekanntschaften, drückten uns, genossen die Messe.

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Und das ist wichtig. Die Messe wurde ausgenutzt, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Den rechten Verlagen, die hinter den Vorfällen und Lesungen am Samstag stehen, passt es gut in den Kram, wenn jeder darüber redet, wenn wir Angst haben und polarisieren. Dann können sie sich als Opfer inszenieren. Wenn wir vergessen, was alles gut an der Messe war, könne sie sie uns nehmen. Unser buntes und fröhliches Zusammentreffen, unsere vielfältige Welt der Bücher und Buchmenschen. Wir dürfen nicht wegsehen, aber auch nicht alles andere ausblenden. Wir protestieren gegen sie und zeigen, was die Messe auch war. Viel, viel mehr. Alles, was sie unterdrücken wollen. Lasst und das nicht vergessen. #bbans

 

Kommentare

  1. Hi Eva,

    interessanter Aspekt! Überall wird gerade nur darüber geredet, dass man reagieren muss, dass man doch nicht über „Friede-Freude-Eierkuchen“ schreiben dürfte. Ich finde, man sollte beides dürfen! Über die Rechten reden, sie verurteilen, aber sie genauso ignorieren!
    VG Jennifer

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